Wer, der sich mit → magie befasst hat, kennt es nicht? Jenes geheimnisumwitterte, mysteriöse und unheilbringende Buch der Toten Namen – das → Necronomicon! Man stößt immer wieder auf diesen Titel, und der ursprünglichen Legende, schließen sich weitere, modernere Varianten an. Es ist grauenvoll, unheimlich, unglückbringend, und, und, und. Aber was hat es mit dem Necronomicon wirklich auf sich?
In den Foren wird gerne darauf hingewiesen dass Originale in den Kellern des Vatikans, sowie in den Archiven der british Library zu finden seien, diese jedoch nicht herausgegeben würden. Eben so wie es in Lovecrafts fiktiver Welt geschildert ist. Hinzu kommt die, aus dem Film „Tanz der Teufel“ stammende Erkenntnis, dass es sich bei den Inhalten um Sumerische Beschwörungsformeln handelt. Und tatsächlich gelingt es einigen findigen Naturen auch tatsächlich beim Buchhändler ihres Vertrauens, oder in Antiquariaten, ein Necronomicon zu erwerben. Entweder die spanische Ausgabe des Simon-Necronomicons, welches sich eng an die Vorlagen Lovecrafts richtet, oder aber die Ausgabe aus dem Richard Schikowski Verlag in Berlin, welches eher die Erwartung der „Tanz der Teufel“ Fans erfüllt…
Letzteres beinhaltet tatsächlich einige aus der sumerischen Kultur stammende Erzählungen und Legenden, ist aber nur im begrenzten → Sinne ein wirkliches → Zauberbuch. Ja, das Necronomicon ist tatsächlich eine Erfindung von Howard Philips Lovecraft. Aber, wer sich mit den grundlegenden Funktionen hinter der Magie befasst hat, wird auch verstehen dass diese Bücher tatsächlich eine Gefahr für ihre Besitzer darstellen werden. Sofern sie an deren Wirkungskraft glauben!
Im Grunde genommen ist jedes Buch zunächst nichts weiter als eine Sammlung von Schriftstücken, die eine Information enthält. Nicht mehr, und nicht weniger. Erst die Überzeugung des Praktizierenden Magiers, lässt die Kraft, welche in einem Buch enthalten ist, lebendig werden. Man kann auch sagen; → Gedanken, und noch mehr Emotionen, schaffen und formen die Realität!
Wenn jemand blind und ohne Glauben betet, wird dass Gebet auf ihn, und schon gar nicht auf seine Umwelt, eine Wirkung erzielen. Wenn jetzt aber jemand voller Inbrunst betet, dann löst dies in ihm selbst gewisse Phänomene aus, welche teilweise auch medizinisch nachweisbar sind. Gelegentlich reicht die Kraft, welche durch die innere Überzeugung des Betenden freigesetzt wird, auch aus um direkten Einfluss auf die Umwelt zu nehmen. Dann kommt es zu jenen Phänomenen, welche wir als „Wunder“ bezeichnen.
Also, Necronomicon – es ist Fiktion, eine nette Geschichte, und im Falle des Schikowski Necronomicons sogar ein netter Einblick in Sumerische Geschichte, aber eben kein Zauberbuch. Erst der Glaube, die Überzeugung des praktizierenden und verstehenden Magiers, macht ein Zauberbuch zu einem wirkungsvollen, und vielleicht auch gefährlichen Gegenstand.
Und was den Glauben an die übrigen, verbotenen und geheimen Bücher angeht: Liebe Leute, wenn die Dinger wirklich verboten wären, hätten sie weder eine ISBN Nummer, noch könnte man sie beim Buchhändler um die Ecke bestellen. Also lasst euch nicht an der Nase herumführen…
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
Kommentare: