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An → Geister kann ein Mensch auf verschiedene Arten gelangen – beispielsweise unbeabsichtigt durch einen Fluch (→ Psychogone) oder durch eine unbemerkte, geistige Unausgewogenheit wie zum Beispiel durch unterdrückte Ängste und unerfüllte Wünsche (In diesem Fall stimmt der Spruch dass Gleiches Gleiches anzieht). Auf der anderen Seite kann man durchaus versuchen Geister zu beschwören, bzw. diese herbei zu rufen – was nicht schwer ist, allerdings sollte man hierbei einige Punkte beachten!

„Die Geister die ich rief…

…werd’ ich nun nicht mehr los!“ – der berühmte Ausruf des Zauberlehrlings aus Goethes gleichnamigen Stück ist, gerade im Bereich des praktischen Okkultismus, eine Aussage welche oftmals traurige Bedeutung erhalten hat. Auch wenn viele Seancen, Gläserrücken oder Arbeiten mit dem → Witchboard oder einem → Talking Table, als unheimlichen Spaß empfinden, sollte man als Versuchsleiter – oder um den klassischen Ausdruck zu nehmen: Beschwörender – doch vorsichtig mit der Thematik umgehen und sich jederzeit darüber klar sein dass man eine Verantwortung für sich selbst und auch für die restlichen Teilnehmer trägt.

Scherze sind bei der Arbeit mit diesen Dingen zu unterlassen, auch ist es nicht wirklich lustig anderen Teilnehmern durch Manipulationen Angst zu machen. Es gibt leider immer wieder Fälle in welchem Angst und Panik, welche nach dem Umgang mit derart magisch-okkulten Praktiken aufgekommen sind, die Beschwörer oder Teilnehmer zu psychischen Wracks gemacht, oder diese in den Selbstmord getrieben haben – und spätestens hier sollte sich jeder darüber klar sein dass dies kein Spaß mehr ist!

Die wenigsten Geister machen sich durch großartige paranormale Phänomene bemerkbar, sondern wirken eher im Verborgenen. Sie nehmen Einfluss auf die mentale und emotionale Verfassung des Beschwörers und können dort, je nach Neigung der Gerufenen, mehr oder weniger Schaden anrichten, aber auch gutes tun. Auch kann es sein dass ein Geist nicht sofort während der Beschwörung beginnt seine Gegenwart bemerkbar zu machen, sondern erst Stunden oder auch Tage später in „Erscheinung“ tritt…

Eine Beschwörung beginnt immer mit einer Einladung, und sollte immer mit dem Verabschieden des Beschworenen Geistes enden. Geister können zwar jederzeit in unsere Gegenwart und → Wahrnehmung treten, vermögen aber erst dann wirklich und im vollen Umfang mit uns zu interagieren, wenn wir sie bewusst darum bitten. Dies kann durch melodramatische Worte alà „Ich rufe dich, Geist des N.N. – komm zu uns, komm in die Welt der Lebenden und antworte auf unsere Fragen…“ oder durch weniger spektakuläre Anfragen alà „Bist du hier? Willst du uns etwas sagen/mit uns in Kontakt treten?“ geschehen.

Der große Fehler, welchen die meisten am Ende einer Beschwörung begehen – sie laden den Geist nicht mehr aus. Der Geist MUSS verabschiedet werden, da er sonst Gelegenheit hat dem Beschwörer, oder einem entsprechend empfindlichen Teilnehmer auch nach der Sitzung noch weiter zu Folgen. Bei einem positiven oder neutralem Geist, also Verstorbenem, sollte dies kein Problem darstellen. Diese Geister werden ihre Gelegenheit sicherlich nicht ausnutzen, sollte man jedoch einen Foppgeist (meist Psychogone oder zu früheren Zeiten beschworene Geistwesen – auch die Seelen von boshaften Menschen oder dergleichen – siehe auch Artikel “Spukgestalten, Geister, Engel und Dämonen), auferlegen sein, so wird die sich dem Geist bietende Gelegenheit auch genutzt um an Energie zu gelangen – was meist zu Kosten des Beschwörers oder des/der Teilnehmer geht.

Nach einer erfolgten Beschwörung sollte man daher immer – ausnahmslos, auch wenn nicht direkt etwas zu merken war – den Geist verabschieden indem man klar sagt dass die Sitzung beendet ist und der Geist frei ist zu gehen, ohne die Teilnehmer oder den Beschwörenden zu belästigen. Er muss verstehen dass er nach der Seance nicht mehr als aktiver Part erwünscht ist.

Wie sich Geister bemerkbar machen

Im Schlaf steht die Türe zu unseren Unbewusstem Selbst weit offen – hier sind wir Menschen empfänglicher für dass Wirken und interagieren von geistigen Wesen und eher im Stande einen Blick hinter den Schleier des bewusst Wahrnehmbaren zu werfen. Oftmals berichten Personen, welche an okkulten oder spiritistischen Sitzungen teilgenommen haben, dass sie seltsame, ja fast visionäre – aber eben auch beängstigende Träume hatten. Dies kann man auf dass Nachwirken der eigenen unbewussten Ängste schieben, oftmals ist es aber so dass hier ein Einfluss von Außen auf den Träumenden gewirkt hat. Oder anders ausgedrückt: Ein Geist hat in dass Traumgeschehen des Träumenden eingegriffen.

Die Alten wussten noch dass Träume und Kinder (diese wurden in früheren Zeiten oft als Medien eingesetzt, da deren Geist noch nicht von dem verdorben war, was wir heute als „wahre Realität“ bezeichnen) oftmals der Schlüssel sind, um dass Wirken von → magie zu beobachten. Dieses Wissen ist jedoch in den letzten hundertfünfzig Jahren mehr und mehr verloren gegangen und wird heute gerne als „Geheimwissen“ verkauft. Man sollte sich immer vor Augen halten, wenn man sich mit aktiver Magie oder praktischem Okkultismus befasst, dass die geistige Welt nicht Hollywood heißt und deren Wirken andere Bahnen einschlägt, als dies in den bekannten Filmen der Fall ist…

Wenn es um Phänomene geht, dann gibt es natürlich auch direkte Phänomene – meist handelt es sich dabei um Geräuschempfindungen wie Klopfen, dem Schlagen von Türen oder aber auch kinetischen Phänomenen wie dem Bewegen kleiner Gegenstände oder dem berühmten, kalten Luftzug. Was ebenfalls die Gegenwart oder dass Wirken von → Geistern begleitet sind → Wahrnehmungen wie Gerüche oder „Schatten“ die aus dem Augenwinkel heraus sichtbar zu sein scheinen, sich dem genauen Blick jedoch entziehen. Hierbei gilt: Ein freundlich gesonnener Geist, oder ein neutraler Geist, werden niemandem Angst machen wollen. Die Gerüche freundlicher Wesen sind entsprechend Angenehm oder eben neutral, ebenso werden sie keine Atmosphäre der Bedrohung schaffen.

Stinkt es hingegen und fühlt man sich auf unangenehme Art beobachtet, so deutet dies auf ein Wirken einer unangenehmen, oder vielleicht auch feindseligen Natur hin. Gegen derartige Erscheinungen kann man sich wehren indem man selbst eine positive Atmosphäre schafft. Dies kann unter anderem durch Räuchern, durch positive Emotionen und durch entsprechende Musik erfolgen. Hier gibt es keine festen Grenzen – einzig die Schaffung eines positiven Umfeldes sowie die Überwindung der eigenen Ängste kann hier helfen. Ein Exorzismus, wie er oft und gerne angeführt wird, schafft zwar kurzzeitige Linderung, jedoch treten die Phänomene meist nach sechs Wochen oder zwei Monaten erneut auf…

Auch Haustiere können ein Indikator für dass Wirken von Geistwesen sein. Oftmals kann man beobachten dass Hunde und Katzen Löcher in die Luft starren, gelegentlich erwecken sie auch den Eindruck als würden sie mit jemandem spielen oder, was wiederum der Fall bei Gegenwart eines negativen Geistwesens ist, zeigen Zeichen der Furcht oder versuchen dass Haus und ihre Familie vor jemandem zu schützen. Gerade bei Hunden sind diese Zeichen durch deren deutliche Gestik und Mimik leicht und zuverlässig zu deuten. Kein Hund knurrt oder bellt etwas fiktives an – es gibt immer einen Auslöser für derartiges Verhalten, auch wenn wir diesen mit unseren abgestumpften Sinnen nicht immer → wahrnehmen

Beliebte Fragen, welche man nicht stellen sollte…

Wie Eingangs erwähnt sind Geisterbeschwörungen keine Spielrunden – dennoch stellen manche Zeitgenossen bei derartigen Gelegenheiten gerne immer wieder dumme Fragen, so zum Beispiel nach dem Todesdatum einer der Anwesenden Personen, oder auch nach dem Zeitpunkt des eigenen Ablebens. Auch die Art der Fragen bestimmt darüber welche Art von Geistern man kontaktiert – von daher rate ich jedem Seance-Leiter, aber auch jedem Teilnehmer dazu sich von derartigen Gruppen zu distanzieren. Man verabschiedet sich, gibt klar zu erkennen dass man mit derartigen Dingen nichts zu tun haben will und verlässt die Gruppe.

Auch sollte man seine Ziele nicht zu hoch stecken und den Geist von John F. Kennedy oder einer anderen, berühmten Person aus der Geschichte berufen. Melden wird sich sicherlich jemand, aber die Irrenanstalten sind im Leben voll von Napoleons, Jesusen und anderen illustren Personen aus der näheren, oder ferneren Menschheitsgeschichte. Das ist im Leben so, aber eben auch danach noch. Die nicht näher festgelegte Frage ob „Jemand“ anwesend sei, ist durchaus in Ordnung – man muss zu Anfang keine feste Bezugsperson haben. Was diese Bezugspersonen betrifft, so sollte diese Beziehung auf nichts anderem als Freundschaft basieren und diese kann man sich weder erkaufen, noch erzwingen.

Weiterhin sollte man beachten dass man selbst über sein Leben und die Art wie man dieses führt bestimmen sollte. Schwachsinnige Anweisungen alà sich auszuziehen oder irgendwelche Dummheiten zu machen (Gräber plündern, Anschläge begehen oder Kirchen schänden), sollte man nicht beachten und im Falle eines solchen Kontaktes diesen sofort unterbinden. Ein vernünftiger Geist wird nichts tun was dem Beschwörenden schaden würde. Auch ist die Art der Beschwörung wichtig! Man kann keinen Geist zwingen – jemand der auf eine zwingend wirkende Beschwörung eingeht, hat nichts gutes im Schilde. Ein Kontakt basiert auf Freiwilligkeit beider Seiten. Dies sollte man nie außer Acht lassen. Beschworene „Dämonen“ sind in den meisten Fällen irgendwelche gelangweilte Idioten die dir, oder einem Teilnehmer Angst machen wollen – die Gründe hierfür sind unterschiedlich, in jedem Fall sollte man auch derartige Kontakte vermeiden.

Hilferufe aus dem Jenseits…

Etwas dass ebenfalls gelegentlich auftritt, sind Kontakte die dich um Hilfe bitten – beispielsweise Koma-Patienten oder frisch Verstorbene. Hier befindest du dich in einer Zwickmühle. Wenn du darum gebeten wirst den Angehörigen eine Botschaft zu vermitteln, kann sich dies für dich ganz schnell als übler Bumerang erweisen. Ich halte es so dass, wenn eine solche Bitte kommt, ich je nach dem worum es geht, ich mir die Kontaktdaten notiere, den Betreff und – wenn möglich – ich die Mitteilung anonym zustelle. Bei Hinweisen von angeblichen Mordopfern schalte ich ab. Ich bei einem Kontakt via Witchboard oder Talking Table nicht nachvollziehen in wie weit ich dem Kontakt trauen kann – im schlimmsten Falle gerate ich selbst ins Ziel der Ermittlungen, und dass wäre doch etwas zu viel des Guten…

Wie du auf derartige Informationen reagierst, bleibt immer dir überlassen. Die Entscheidung ob du helfen kannst oder nicht, ist mitunter sehr belastend, aber du solltest niemals dein eigenes Wohl aus den Augen verlieren. Denn dies kann dir kein Kontakt wieder herstellen, wenn es einmal ruiniert ist. Dass bleibt dann dir alleine überlassen und glaub mir, es ist nicht einfach. Darum immer wieder abwägen und lass im Zweifelsfalle den gesunden Menschenverstand den Vortritt!

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