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Im allgemeinen bringt man den Begriff → Geister, oder auch Geist, mit Spukgestalten in Verbindung. Die wenigsten berücksichtigen hierbei dass das Wort Geist ein Sammelbegriff für verschiedene Formen von Geistwesen ist.

Auf Grund eigener Erfahrungen unterscheide ich Erscheinungen welche unter den Begriff Geister fallen, in folgende Klassen, je nach Häufigkeit der Erscheinungsform. Leider kann man nicht immer davon ausgehen dass es sich bei einer Erscheinung der ersten Klassen tatsächlich nur um einen zeitweise auftretenden → Spuk handelt, sondern es liegt durchaus im Bereich des Möglichen – wenn auch selten – dass diese nur der Auftakt für Phänomene der höheren Klassen darstellen:

    1. Klasse: Klopfgeräusche, leichte Poltergeist-Phänomene, viele Flüche, meist ortsgebunden

Tritt oftmals nach dem Ableben einer nahe stehenden Person in Erscheinung. Weitere Phänomene, welche ich in diese Klasse einräume sind, klappernde Türen und andere Geräusch- und Geruchsempfindungen.

Zumeist handelt es sich dabei weniger um eine Seele, sondern oftmals lediglich um eine Art Rest-Energie (→ emotionale Energie) des Verstorbenen. Gelegentlich zeichnet sich tatsächlich eine Seele für dass Auftreten dieser Phänomene verantwortlich, jedoch endet diese Form des Spuks meist recht schnell und verläuft in aller Regel harmlos.

    1. Klasse: → Energievampir, Geisterstimmen, Kobold, meist personengebunden

Oft handelt es sich um eine astrale Rest-Energie der ersten Klasse, welche in der Lage ist ein gewisses Eigenleben zu entwickeln. Diese Art von → Geistererscheinungen bedienen sich der emotionalen Energie der Lebenden, oftmals entsteht eine Art gegenseitiger Abhängigkeit.

Der Lebende glaubt den Verstorbenen Verwandten in der Nähe zu haben und versorgt durch seine emotionale Energie den astralen Rest des eigentlichen Menschen. Der Mensch, der Zeuge dieses Phänomens wird, bindet durch sein emotionales Erleben den Astral an sich.

Diese Form der Geistererscheinung ist harmlos, solange er nicht in einer Form autark wird, in welcher er zu erfahren beginnt dass die Emotionen des Lebenden sein eigenes, geistiges Leben, verlängern. Geschieht dies, so kann ein an und für sich positiver Astral sich zu einem negativen wandeln (Energievampir).

Dieser wird in dem Lebenden negative Emotionen – wie zum Beispiel Angst oder Paranoia – hervorrufen, was durch psychosomatische Wechselwirkungen zu Krankheiten und im sozialen Umfeld zu Verlusten führen kann, womit diese Form der Erscheinung nicht mehr ganz so harmlos ist wie die erste Klasse.

    1. Klasse: Boogeyman, beschworene Geister, Flaschengeist, Energievampir, Flüche, meist ortsgebunden

Die dritte Klasse umschließt künstlich erzeugte Geister – wie beispielsweise der im → Philip-Experiment 1972 geschaffene Geist. Im früheren Sprachgebrauch wurde diese Form der Geistererscheinung als „Homunculus“, im arabischen Raum als „Flaschengeist“ oder „Djin“ oder „dienstbarer Geist“ bezeichnet. Heute wird hierbei von → Psychogonen gesprochen. Wir stark ein solches → Psychogon ist, hängt davon ab wie stark der Wille und die Emotionen seines Schöpfers waren.

Die Mythologie berichtet von dienstbaren → Geistern, welche die Schätze oder Verstecke ihrer Herren über Jahrhunderte zu schützen wussten – in wie weit dies zutrifft und ob es hierbei zu Überschneidungen mit der zweiten Klasse gibt, kann ich nicht sagen. Allerdings liegt es im Bereich des Möglichen dass derartige Geschöpfe ihre Energie auch von Fremden erhalten, dabei allerdings Ortsgebunden sind (Spukorte, oder Orte die stark negativ auf die Emotionen ihrer Besucher wirken).

Eine zweite Spielart dieser künstlichen Geister stellen Gestalten wie der Boogeyman oder dass Schreckgespenst dar. Diese wurden, durch eine kollektive Angst, mit → emotionaler Energie gespeist und sind daher weniger Orts- als vielmehr Zeit und Situationsgebunden (Nacht und Dunkelheit als auslösendes Element).

    1. Klasse: Zupfgeist, Quälgeist, Poltergeist, Alp, Sukkubus, Incubus, Geisterstimmen, meist personengebunden

Poltergeister sind die berühmtesten Erscheinungen – hierbei kann es sich zum einen um den Ausdruck einer Inneren Unruhe seitens des Betroffenen oder eines nahe stehenden Menschen (der Fall Rosenheim), oder aber um einen Geist der Klasse drei handeln, welcher allerdings statt an Ort und Zeit eher an eine Person gebunden ist. Die Phänomene derartiger Phantome reichen von Stimmen bis zu telekinetischen Erscheinungen.

Hierbei besteht durchaus eine reale Gefährdung für Anwesende – der Auslöser selbst mag zwar im Mittelpunkt des Geschehens stehen, jedoch sind die Leidtragenden meist die Zeugen, da die Integrität des Psychogons von der Existenz des Auslösers abhängig ist.

    1. Klasse: Echter Spuk, Geister Verstorbener, selten Orts oder Personengebunden

Zwar selten, aber nicht selten genug um ungewöhnlich zu sein. Hierbei handelt es sich um einen Kontakt zwischen „Lebenden“ und „verstorbenen“ Menschen. Dieser ist meist von der gegenseitigen Zustimmung der Beteiligten – also des Lebenden und des Entkörperten – abhängig.

In aller Regel verlaufen derartige Spukfälle harmlos, da es wie gesagt von Nöten ist dass beide Seiten dem Kontakt positiv gegenüberstehen. Gelegentlich erschleicht sich ein negativ eingestellter Geist jedoch auch dass Vertrauen des Lebenden um diesen in ungute Situationen zu bringen und teilweise auch zu gefährden. Dies ist meist dann der Fall wenn der Tote dem Lebenden etwas neidet, oder er einen – für ihn – guten Grund für sein negatives Verhalten hat (Rache). Auch sind viele Kontakte zu gelangweilten Seelen keine Seltenheit. Diese vermitteln dem Betroffenen dann den Eindruck dass sie höhere Wesen seien und geben – Beispiel → Channeling – zumeist sinnlose oder lachhafte Durchsagen auf, welche sie als höheres Wissen bezeichnen und die von den entsprechenden Medien auf Grund von Unwissenheit als solche auch weiter gegeben werden.

Ein Verstorbener, also eine Seele, ist in aller Regel weder Orts- noch Personengebunden, sondern kann sich frei Bewegen, was dass gezielte erforschen und hinterfragen eines solchen Spukphänomens stark erschwert.

Ein weiteres Problem beim Kontakt zu echten Geistern – als den → Seelen Verstorbener – kann entstehen wenn diese sich über ihren tatsächlichen Zustand nicht bewusst sind. In einem solchen Fall kann ein Geist einen echten Spuk auslösen, da er sich nicht bewusst ist dass er nicht mehr zu den physisch Lebenden zählt und eigentlich nicht mehr auf die Dinge die im Leben von scheinbaren Wert sind, angewiesen ist. Bei Spuk in Häusern kann es sich um den Versuch handeln dass als “eigen” angesehene Haus gegen Eindringlinge zu verteidigen. In diesem Fall sollte man sich darum bemühen dem Geist seine Situation verständlich zu machen…

    1. Klasse: Lichtführer, geistige Begleiter, Schutzgeister, Foppgeister

Uns gut gesonnene Verstorbene werden häufig und irrtümlich für Schutzengel gehalten. Diese versuchen dem Lebenden hilfreich zur Seite zu stehen. Man begegnet diesen Seelen meist im Zustand der Nahtoderfahrung oder ähnlicher, traumatischer Ereignisse. Die Negative Variante sind Verrückte (Mörder und andere boshafte Charaktere), welche den Menschen weismachen wollen sie seien Dämonen.

Diese Form der Geistererscheinungen treten häufig nach entsprechenden Ritualen und Beschwörungen auf – hier gilt: Gleiches zieht Gleiches an!

    1. Klasse: echte Dämonen und → Engel

Ich vermute dass echte Engel und Dämonen durchaus existieren, jedoch Teil der Realität sind, welche sich unseren → Wahrnehmungen entzieht. Diese Wesen waren keine Menschen, sondern stellen eine Evolution für sich selbst dar. Der Kontakt zu Menschen ist eher selten und erfordert von beiden Seiten einiges an Mühe, welche sich jedoch – im Falle der Engel – durchaus lohnt.

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