Als → Tastmedien (auch → Tastseher) bezeichnet man Menschen welche über außersinnliche → Wahrnehmungen verschiedener Art verfügen, zum aktivieren dieser jedoch den direkten, körperlichen Kontakt zu einer Person, oder einem Gegenstand benötigen.
Eine relativ bekannte, allerdings fiktive Geschichte um einen Tastseher schrieb der amerikanische Schriftsteller Stephen King als er den Roman „Dead Zone“ verfasste. In dieser Geschichte geht es um einen jungen Lehrer der nach einem tragischen Autounfall und einem langjährigen Koma mit → präkognitiven und telepathischen Fähigkeiten erwacht, diese jedoch nur dann erlebt, wenn er einen anderen Menschen berührt.
Der in der parapsychologischen Forschung gebräuchliche Begriff → Postkognition umschreibt die Fähigkeit vergangene Dinge zu sehen. Die meisten Medien, welche über diese Gabe verfügen, sind so genannte → Tastmedien: D.h. sie berühren einen Gegenstand, von welchem sie – im Idealfall – keine Hintergrundgeschichte kennen, können dann aber Details aus dem Leben der Person nennen, welcher dieser Gegenstand gehört/gehörte.
Ich vermute dass → Postkognitive Fähigkeiten sich damit erklären lassen dass man Dinge mit → emotionaler Energie, oder einer ähnlichen Erscheinungsform der Energie, aufladen kann, und dass entsprechend → Sensitive Personen diese Ladung in Form von Eindrücken abrufen und nacherleben können.
Wenn man davon ausgeht dass relativ viele Menschen über derartige Fähigkeiten zwar verfügen, sich dieser jedoch nicht bewusst sind, oder nur zu schwach → wahrnehmen um sie als solche zu erkennen, lassen sich durch die Postkognition auch einige → Spukerscheinungen erklären.
Postkognition ist eine Fähigkeit die man – sofern eine natürliche Veranlagung dazu besteht – trainieren kann. Ähnlich wie die Arbeit mit einem → Pendel oder einer Wünschelrute. Möglich wird es dadurch dass es sich eben um vergangene Dinge handelt, die wahrgenommen werden sollen. Dadurch lässt es sich nachvollziehen ob man einen Treffer, oder eben keinen Treffer mit seinen → Empfindungen erzielt hat.
Im Rahmen eines entsprechenden Trainings besorgt jemand Dinge über deren Vergangenheit eine weitere, der Versuchsperson unbekannte Person gut bis sehr gut informiert ist. Die Quelle sowie die Geschichte der Gegenstände sollten sowohl dem Versuchsleiter, als auch der Versuchsperson unbekannt sein, um etwaigen telepathischen Informationsaustausch zu verhindern.
Die VP nimmt den entsprechenden Gegenstand in die Hand und versucht sich hineinzufühlen. Sie achtet hierbei auf emotionale Eindrücke und ggf. Bilder die in ihr aufkommen. Sämtliche Eindrücke werden schriftlich festgehalten und zu einem späteren Zeitpunkt mit den Angaben der Quelle abgeglichen.
Ist eine VP dazu veranlagt lässt sich auf diese Weise die Sensitive → Wahrnehmung weiter verstärken und ausbauen…
→ Zenerkarten sind Kartensätze mit fünf verschiedenen Motiven, welche sich je fünfmal wiederholen. Ein komplettes Deck besteht also aus insgesamt 25 Karten. Auf diesen Karten sind einfache, geometrische Muster aufgedruckt. Die Zenerkarten werden dazu verwendet die telepathischen oder hellseherischen Fähigkeiten einer Person auf Grundlage der Wahrscheinlichkeitsrechnung zu ermitteln.
Die VP befindet sich zu diesem Zweck entweder in einem anderen Raum, oder ist durch einen Sichtschutz vom Versuchsleiter getrennt. Dieser deckt dann nach und nach die vorher sorgfältig gemischten Karten auf, konzentriert sich auf die jeweilige Karte und befragt dann die VP welche Karte gerade vor ihm liegt.
Um den Leistungsdruck der VP zu minimieren, wird während eines Versuches keine Bestätigung oder Negierung des Ergebnisses getätigt. Die Ergebnisse werden in einer Liste notiert und nach rund 40 Durchgängen wird analysiert wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist dass es sich um Zufallstreffer, oder aber echte → ASW handelt.
Die Zenerkarten eignen sich ebenfalls dazu vorhandene Fähigkeiten im Rahmen eines Trainingsprogrammes zu verbessern. Gleichfalls lassen sich, für den Test divinatorischer Fähigkeiten, Würfel, sowie andere – auf Zufall basierende Dinge – als Versuchsobjekte heranziehen.
Der Begriff → Geister ist ein Oberbegriff welcher einerseits die Seelen Verstorbener (Totengeister), astrale Erscheinungen (Astrale Wanderer, Koma-Patienten, etc.), durch paranormale Fähigkeiten ausgelöste Spukerscheinungen, als auch nichtmenschliche Erscheinungen wie Vampire, Engel, Teufel oder auch Dämonen bezeichnet. Wesen eben die im Normalfall von unserer normalen Wahrnehmung ausgeschlossen werden. Geistererscheinungen werden meist mit den negativen Seiten der transkommunikativen Phänomene in Verbindung gebracht – beispielsweise dem auftreten von Poltergeistern, einer gruseligen Atmosphäre oder dem Phänomen der Energievampire.
Die klassische Geistererscheinung tritt meist als dramatische Erscheinung auf. Beispielsweise künden verschiedene Geister den Tod von Familienangehörigen an, oder warnen vor bevorstehenden Katastrophen.
Ebenfalls zur klassischen Geistererscheinung zählt der Totengeist. Hierbei handelt es sich um die Seele eines Menschen welche nach dem Tod den neuen Zustand nicht akzeptieren kann. Ursachen hierfür können eine tief empfundene Unzufriedenheit, Rachsucht, unerledigte Dinge oder auch die Sehnsucht nach Nähe zu den überlebenden Angehörigen sein
Ein weiteres, als Geistwesen bezeichnetes Phänomen bildet dass Schreckgespenst. In aller Welt gibt es Erzählungen und Geschichten von Wesen, welche hinter oder unter Betten und in Schränken lauern. Die bekannteste Gestalt aus dieser Gattung dürfte der Boogeyman sein. Ich vermute dass es sich beim Boogeyman um eine Überschneidung zwischen Astralwesen und Geistwesen (eine Art → Energievampir) handelt und halte diese Gestalt für nicht so harmlos, wie die meisten vermuten.
Ein weiteres Phänomen im Reich der Geister sind jene Spukgestalten, welche auch Jahrhunderte nach ihrem Tod noch Schauplätze aus ihrem Leben aufsuchen. England und Schottland sind voll von Berichten über solche Phänomene. Im allgemeinen sind derartige Gestalten an Plätze gebunden und kümmern sich recht wenig um die Lebenden…
Im Bereich der grenzwissenschaftlichen Erforschung der → Geistererscheinungen wird gerne auf → EMF Meter und verschiedene Fotofallen zurückgegriffen um Beweise für die Existenz, bzw. Nichtexistenz von → Geistern zu erhalten. Bislang wurden 90% der gemachten Geisterfotografien als Fälschungen entlarvt, oder sie konnten auf natürliche Ursachen zurückgeführt werden. Die restlichen zehn Prozent gelten als nicht erklärbar…
Das Wort → Medium steht für einen Vermittler zwischen der Welt der normalen → Wahrnehmungen und der, der paranormalen Wahrnehmungen. Zu den medialen Fähigkeiten zählen: Gedankenlesen, → Telepathie, Präkognition, → Postkognition und die Möglichkeit mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen.
Was “echte” Medien betrifft, diese haben die Fähigkeit Dinge zu erkennen, welche außerhalb der normalen fünf sensorischen Wahrnehmungen liegen. Teils entsteht diese Befähigung durch das trainieren der → Wahrnehmung, oder aber ist von Geburt an in einem Menschen verankert. Wo diese – oftmals als Gabe bezeichnete – Fähigkeit herkommt, kann ich nicht klären. Viele natürliche Medien leiden unter ihrer Fähigkeit, wenn diese mit der Zeit stärker zu werden beginnt. Es fehlt einigen Medien an der Fähigkeit ihre Gabe zu kontrollieren, so dass diese für verschiedene Eindrücke recht offen sind, was nicht immer positiv ist und einem langen und oftmals auch schmerzhaften Weg des Lernens darstellt.
Grundsätzlich hat übrigens jeder Mensch die Möglichkeit die Grenzen seiner Wahrnehmungen anzuheben. Wie weit dies machbar ist, entscheiden keine Rituale, sondern die persönliche Befähigung.
Ein wenig ist es wie mit dem Sport: Sport treiben, kann jeder. Spitzensportler jedoch sind selten, weil die wenigsten derenVeranlagung haben. So verhält es sich auch mit den Wahrnehmungen bei Medien – grundsätzlich kann jeder, aber jeder auf seine Art und im Rahmen seiner persönlichen Leistungsfähigkeit lernen mehr oder andere Dinge wahrzunehmen als andere. In der → Eso-Szene ist es nicht unüblich dass man den Eindruck vermittelt bekommt, dass es durch duverse Seminare möglich sei ein Spitzenmedium zu werden. Für ein entsprechendes Entgelt erhält man dann meist auch ein Zertifikat, mit welchem man angebliche Wunder nachweisen kann. Über die persönliche Qualifikation sagen diese Zertifikate in aller Regel nichts aus – lediglich dass der Inhaber des Zertifikats zu viel Geld hat…
Bei den meisten Menschen reicht es bereits wenn diese es schaffen ihre → Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen und auf Empfang zu schalten. Dass es heute wenig → Medial Veranlagte Menschen gibt, liegt nicht daran dass unsere Welt technologisiert, sondern dass sie rationalisiert und stressbelastet gestaltet wurde. Zeit ist Geld und für Unsinn wie Telepathie oder → magie ist kein Raum mehr in unserem Denken. So werden dann auch Begegnungen mit dem Paranormalen oder Übersinnlichen als Unfug abgetan und verdrängt. Es ist nicht so dass diese Phänomene nicht existieren, oder nur von wenigen wahrgenommen werden, sondern wir geben ihnen einfach keinen Platz in unserer Wahrnehmung.
Was man nicht sehen will, das blendet man aus – oder verdeckt es mit irgendwelchem Unfug der zu noch größerem Unfug führt…
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