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Okkultismus

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Wer, der sich mit → magie befasst hat, kennt es nicht? Jenes geheimnisumwitterte, mysteriöse und unheilbringende Buch der Toten Namen – das → Necronomicon! Man stößt immer wieder auf diesen Titel, und der ursprünglichen Legende, schließen sich weitere, modernere Varianten an. Es ist grauenvoll, unheimlich, unglückbringend, und, und, und. Aber was hat es mit dem Necronomicon wirklich auf sich?

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Der Begriff → Nekromantie (Auch Totenbeschwörung) setzt sich aus den Worten Nekros (Toter) und Mantis (→ Wahrsagen) zusammen, bedeutet also vom Wort her Wahrsagen mittels eines Toten.

Aus spiritistischer Sicht könnte man sogar eine Seance als Nekromantie bezeichnen. Wobei hier auf die Beweggründe der Kontaktaufnahme geachtet werden sollte. Möchte man mit einem Verstorbenen Kontakt aufnehmen, aus Interesse, oder um familiäre Dinge zu bereinigen, wäre der Begriff Nekromantie eher unangebracht. Ander sieht es aus, wenn → Geister beschworen werden sollen, welche mit niemandem der Teilnehmenden in Bezug stehen, und die lediglich zu dem Zwecke der Wahrsagung herangezogen werden.

Dabei ist, wie bei allen Jenseitskontakten, zu beachten dass man keine Geister zwingen, wohl jedoch welche erschaffen kann. Siehe hierzu den Artikel Das → Philip-Experiment .

In der Vorstellungswelt des Mittelalter und auch teilweise der Moderne, war die Idee verbreitet mittels der Nekromantie einen toten Körper durch verschiedene magische Handlungen wieder zu einem tatsächlichen, physischen Leben zu erwecken. Eine Idee die sich heute noch teilweise in satanischen, oder schwarzmagischen Gruppierungen und Ritualen wiederfindet.

Als die Romantik der Aufklärung wich, entstanden berühmte Romane wie Frankenstein, oder Dracula, welche den → Gedanken des wiedererweckten Toten aufgreifen und auf ihre jeweils eigene Art verarbeiten. Wobei im Falle Dracula der damals weit verbreitete Glaube an Vampire, und bei Frankenstein die wiederaufkeimende Medizin die Grundlagen für den jeweiligen Roman lieferten.

Ein ebenfalls bekanntes Beispiel aus dem Bereich der Literatur, welches die Nekromantie thematisch aufgreift, liefert dass von Lovecraft erfundene Buch → Necronomicon, welches von vielen als tatsächlich existierend betrachtet wird.

Ein weiteres, eher religiös-kulturelles Feld in welchem der durch magische Rituale erneut ins Leben befohlene Tote eine Rolle spielt, sind die Zombies des weit verbreiteten und in verschiedensten Formen auftretenden Voodoo-Glaubens.

Das oftmals erwähnte, von vielen verteufelte → Zauberbuch welches angeblich in wenigen Museen zu finden ist, ist lediglich eine Erfindung des amerikanischen Schriftstellers Howard Phillip Lovecrafts. In seinen Geschichten, welche teilweise auf sumerische und ägyptische Mythologien aufbauen, wird erwähnt dass das → Necronomicon Zaubersprüche enthält, die es dem Zauberer ermöglichen schreckliche alte Götter und deren → Geister und untoten Diener zu beschwören.

Im Handel sind verschiedene Ausgaben dieses Buches frei erhältlich, was den Status einer verbotenen Schrift ad absurdum führt. So existiert ein Buch namens „Necronomicon“ von Gregor A. Gregorius. Einem Leipziger Okkultisten und dem Begründer der Fraternitas Saturni. In seiner Version des Necronomicon finden sich Übersetzung einiger alter sumerischer Texte und Gebete. Es werden entsprechende Gottheiten und Geister vorgestellt, sowie Beschwörungen dieser behandelt. Dass ebenfalls weit verbreitete und relativ bekannte Simon Necronomicon, welches auch die → Nekromantie behandelt, wurde 1977 im Schlangekraft Inc. Verlag publiziert, dürfte also auch nicht dass von Lovecraft beschriebene Buch darstellen.

Es ist als phänomenal zu bezeichnen dass sämtliche Ausgaben des Necronomicon erst während, oder aber nach der Lebzeit von Howard Phillip Lovecraft erschienen sind. Ein Umstand welcher die Fans dieser fantastischen Literatur allerdings nicht davon abbringt zu glauben dass es ein wirkliches Necronomikon gäbe…

Es gibt viele verschiedene Arten magischer Symbole, die bekanntesten und grundlegendsten hierbei sind die geometrischen Formen Kreis, Dreieck, Pentagramm, Sechseck und ähnliche, einfach zu gestaltende Figuren und Formen.

Es ist im Bereich der praktischen → magie jedoch zu unterscheiden ob ein Symbol direkt wirkungsvoll ist, also ob es durch seine Form eine bestimmte, energetische Wirkung hat (Geomantie, Formstrahler), oder ob es sich um ein erklärendes Symbol handelt, wie diese beispielsweise in der Astrologie und Alchemie häufig anzutreffen sind und die vom Eingeweihten zunächst verstanden werden müssen.

Bei Symbolen welche durch ihre Form wirken, ist auch immer darauf zu achten in welche Richtung sie gezogen werden, da Bewegungen auch ihre Konsequenzen in der astralen Welt nach sich ziehen. So ist ein Kreis, der im Uhrzeigersinn gezogen wird eine schützende, magische Form. Gegen den Uhrzeigersinn dient er als Zentrum um etwas zu beschwören und in unsere Wahrnehmungsebene zu ziehen. Bei Pentagrammen hingegen ist ein P. In Richtung des Uhrzeigersinns gezogen, ein Schutzzeichen, während es gegen den Uhrzeigersinn und auf dem Kopf stehend negative Kräfte abgibt (bei liegenden Pentagrammen ist alleine die Zugrichtung entscheidend).

Eine weitere Art der magischen Symbole stellen die Sigillen dar. Hierbei handelt es sich um Zeichen welche aus bestimmten Buchstaben ganzer Sätze oder der Ligatur (der Zusammenführung) einzelner Worte gewonnen werden (vergleichbar mit Mantras), oder – bei der klassischen Methode – aus Symbolen die Anhand von magischen Quadraten und genau bestimmten Regeln erschaffen werden.

Allerdings gehören auch die aus der → Mantik bekannten, verschiedenen Kartentypen und dass berühmte chinesische I Ging zu den magischen Symbolen.

Beim Tarot und I Ging beispielsweise handelt es sich um Schlüsselbilder, die der Schweizer Psychologe Carl Gustav Jung als „Wandlungsarchetypen“ bezeichnete und denen er eine sehr intensive Wirkung auf den Betrachter unterstellte, sofern dieser sich mit der Form der Darstellungen identifizieren kann und dadurch die Wirkung dieser Bilder heraufbeschwören könne (Stichwort: Selbsterfüllende Prophezeiung).

Schönes Beispiels: Jemand der den tieferen Symbolgehalt der Karte „Tod“ aus dem Tarot nicht kennt, bekommt es relativ schnell mit der Angst zu tun, sofern er diese Karte zieht und an die Kraft der Karten glaubt. In diesem Fall fungiert die symbolische Darstellung auf der Karte als → Fokus für die eigenen mentalen Kräfte, hier die Angst des Betrachters – Fokussymbole (Amulette, Talismane) sind ebenfalls eine wichtige Art von magischen Symbolen, die sich in verschiedenen, vom Betrachter abhängigen Formen, festigen kann.

Beispiele einiger magischer Symbole:

  • Die Grundlage aller wirkungsvollen, magischen Symbole: Der Kreis
  • Gefürchtet und verehrt: Dass Pentagramm
  • Deutungsvoll: Dass Hexagramm
  • Spitze und doch nicht vollständig – Das Dreieck

Unter → Channeln versteht man den Kontakt zu Verstorbenen oder Geistwesen durch ein → Medium.

→ Channelings werden in ihren Aussagen erstaunlicherweise umso profaner, je höher und weiser die gechannelte Gestalt sein soll. Dass Channeln ist heute eine weit verbreitete Attraktion im Bereich der → Eso-Szene – hier werden teilweise Gestalten wie Jesus, eine ganze Armee von Engeln, Gott oder Götter und Außerirdische gechannelt.

Ein besonders ansehnliches Beispiel hierfür liefert Astro TV – dort werden, je nachdem wer in der Sendung sitzt, gleich alle → Engel und verschiedene → Geister ohne jegliche Vorbereitung gechannelt. Die Aussagen dieser „Geister“ sind dann auch in etwa so glaubwürdig wie ein redender Fisch.

Bei einem echten → Channeling braucht das Medium Zeit um sich vorzubereiten – auch wenn es „nur“ ein kleiner Verstorbener sein soll. Und ein Kontakt kann niemals garantiert werden, was jedes echte Medium auch erwähnen wird.

Leider ist mir kein Rezept bekannt, welches Scharlatane aufdecken könnte – aber je größer die Ansprüche und angeblichen Erfolge des Mediums, desto unwahrscheinlicher dürfte es sein dass es wirklich etwas kann. Im spiritistischen Bereich bedarf es einfach keiner Werbung mit hochgestellten Personen zu Festpreisen – ob diese nun eingebildet sind oder nicht…

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