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Traumfänger

Traumfänger sind kulturelle Objekte welche von verschiedenen indianischen Völkern Süd- und Nordamerikas hergestellt und verwendet werden.

Echte Traumfänger bestehen aus natürlichen Materialien welche man in jedem Wald finden kann, beispielsweise Federn, Knochen, Früchten, Hölzern, Leder/Haut (Hierbei bestehen in der Wahl der Materialien einige Ähnlichkeiten zu Mojos). Bei den im Handel erhältlichen Modellen bestehen der Ring sowie viele Teile meist aus billigem Kunststoff, was zwar eine günstigere Produktion erlaubt, jedoch nicht dem → magischen Denken entspricht. Weiterhin wirken Traumfänger – den Legenden nach – erst dann wenn sie jemandem geschenkt werden (Analogien hierzu finden sich im Bereich Morgen- und Abendländischer magischer Traditionen in Bezug auf den Erwerb bestimmter Ritualgegenstände).

Ein Traumfänger ist ein stilisiertes Spinnennetz und findet in der europäischen Tradition volkstümlicher → magie seine Entsprechung in einigen Varianten des Knotenzaubers, welcher auch im Bereich des haitianischen, westafrikanischen und New Orleans-Voodoo sowie im brasilianischen Macumba anzutreffen ist.

Im Grunde geht es darum dass negative Energien oder → Geister sich in den Fäden und Knoten des Traumfängers verfangen und darin gefangen bleiben, wodurch sie den Träumenden nicht erreichen sollen. Bösartige Geister werden in vielen Kulturen als Insekten oder Insektenartige Wesen dargestellt – in alten summerischen Kulturen war beispielsweise Pazuzu der Herr der Krankheiten und des Siechtums, dargestellt wurde er als menschenähnliche Gestalt mit vier Flügeln und einer Hundeschnauze. Aus dem etruskischen sind die Lasae bekannt, welche als Ameisenähnliche, extrem boshafte und gewalttätige Kreaturen beschrieben wurden.

Die Verbindung böser Geistwesen mit Insekten dürfte aus der Beobachtung der Natur entstanden sein – wenn ein Körper in der Natur verwest, finden sich unweigerlich etliche Insektenarten ein um sich an diesem Körper zu laben, bzw. ihre Eier darin abzulegen. Ein Spinnennetz in der Nähe des verwesenden Körpers hielt einige dieser Insekten auf, so dass diese nicht mehr an den Körper gelangten. Der magischen Denkweise der Smaragdtafel zu Folge muss demnach ein künstliches Spinnennetz auch böse Energien einfangen und festhalten.

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