Immer wieder wird mir die Frage gestellt, ob die Arbeit mit dem → Witchboard nicht gefährlich wäre. Man hört und liest ja so viel schreckliches darüber! Nun, zunächst einmal, die Arbeit mit einem Witchboard ist gefährlich, wie überhaupt jeder Jenseitskontakt gefährlich sein kann! Aber ob etwas gefährlich ist, oder nicht, hängt immer davon ab, wer damit arbeitet, und wie er die erhaltenen Informationen nutzt…
Wenn man erfolgreich mit einem Witchboard arbeitet, ergibt sich gelegentlich dass Phänomen dass man Antworten erhält die so nicht stimmig sind. Sei es weil einer der Teilnehmer, vielleicht unbewusst, ein wenig bei der Findung von Antworten nachhilft, oder weil da ein Kontakt ist, der es nicht ganz ehrlich meint. Die Gründe hierfür sind überraschend vielfältig und ich möchte sie nicht im Einzelnen beschreiben. Aber dass Mittel um zu verhindern dass man auf eine derartige Falschaussage hereinfällt, die möchte ich Ihnen hier näher bringen. Die Sicherheitsfrage!
Bei einer Planchette handelt es sich um ein spiritistisches Gerät, welches einem Medium oder einem Kreis von Teilnehmern einer Seance ermöglichen soll den Kontakt zu Verstorbenen aufzunehmen. Die Planchette besteht aus einem Holzbrettchen, welches auf drehbaren Rädern, Kugeln oder Filzplättchen leicht über eine Oberfläche geführt werden kann. Im vorderen Bereich der Planchette kann man entweder einen Stift anbringen (siehe automatisches Schreiben) oder eine Glasplatte, bzw. Linse um mit der Planchette über ein Ouija-Brett zu fahren und dort die Nummern und Buchstaben anzuwählen.
Die Planchette dient der Befragung von Verstorbenen und Geistwesen. Sie wird häufig im Zusammenhang mit Witchboards eingesetzt, kann jedoch auch als Alternative zum Glas beim Gläserrücken verwendet werden, sofern man die Planchette nicht mit einem Stift versieht und sie als Werkzeug zum automatischen Schreiben verwendet.
Das → Witchboard als solches wurde 1891 vom amerikanischen Erfinder Elija Bond unter dem Namen Ouijaboard (aus den deutschen und französischen Wörtern für „Ja“) patentiert. Die Wurzeln des Hexenbretts dürften jedoch wesentlich älter sein und sich von verschiedenen Formen des Gläserrückens und ähnlicher Methoden ableiten. Allen Kardec beschrieb beispielsweise in seinem 1861 erschienen Buch „Buch der Medien“ einen „Girardin-Tisch“ (→ Talking Table). Hierbei handelt es sich um einen runden Tisch, auf welchen Zahlen und Buchstaben aufgebracht sind und der mit einer leicht beweglichen Platte, einer Art Planchette, abgefahren werden konnte.
Ein Witchboard wird als Hilfsmittel genutzt um Kontakt zu den Seelen von Verstorbenen und anderen Geistwesen aufzunehmen. Beim Witchboard werden, anders als bei der Methode des Geisterpendelns, mindestens zwei Personen benötigt um einen Kontakt zu Stande zu bringen. Dies hängt weniger mit den häufig erwähnten Gefahren (siehe Artikel “Geisterpendeln”) der Technik zusammen, als vielmehr mit dem morphogenetischen Feld, welches sich bei mehreren teilnehmenden Personen aufbaut, welches eine starke Energiequelle für die Kontakte darstellt und die Übermittlung von Nachrichten so ungemein erleichtert. Auch wenn es moderne Geisterforscher nicht gerne hören, aber dass Witchboard ist die ältere Variante des → EVP.
Im Grunde ist die Arbeit mit einem Witchboard eine Art von Seance, nur dass hier dass Hilfsmittel Witchboard zum Einsatz kommt, statt eines → Medium. Die Gefahr bei der Nutzung eines Witchboards liegt häufig und bei unerfahrenen Nutzern in der mangelnden Kontrolle über die Art des Kontakts. Man kann – gerade wenn man beginnt mit dem Witchboard zu arbeiten – nicht ausschließen dass man einem Foppgeist aufgesessen ist oder dass eine Manipulation durch einen Teilnehmer stattfindet.
Witchboards sollten auch nicht alleine verwendet werden. Dies ist zwar möglich, jedoch verstärken mehrere (ernsthafte) Teilnehmer auch die → emotionale Energie, durch welche es für boshafte → Geister schwerer wird einen störenden Einfluss auf eine Sitzung zu nehmen.
Betrug lässt sich beim Witchboard nicht ausschließen, so dass die Aussagekraft von dort gesammelten Eindrücken im wissenschaftlichen Bereich der Erforschung des Paranormalen ohne Gewicht ist. Für persönliche Eindrücke und Erfahrungen jedoch dürfte die Aussagekraft von durch Witchboards vermittelte Botschaften teilweise durchaus genügend sein.
Weitere Informationen zum Thema Witchboard finden sich im Artikel: „Etwas zum Thema Geisterbeschwörung“.
Im Bereich der Psychologie, insbesondere der Psychoanalyse, werden Witchboards gelegentlich von Ärzten dazu eingesetzt um traumatisierten Patienten eine Art Sprachrohr zu bieten. Nach der Theorie können sich diese Patienten über dass Witchboard über Geschehnisse äußern, welche sie nicht bewusst anzusprechen wagen. Insofern kann dass Witchboard – in den Händen eines Facharztes – auch als therapeutisches Mittel benuttz werden.
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Ein → Talking Table ist ein runder Tisch der in seinem Aussehen und der Funktion einem → Witchboard ähnelt. Anders als dass Witchboard kann man einen Talking Table auch zum Gläserrücken verwenden. Der größte Unterschied zum Witchboard besteht darin dass dieser ein eigenständiger Tisch ist und keine weitere Unterlage zum aufstellen benötigt. Weiterhin ist ein Talking Table meist aus hochwertigeren Material und aufwendiger verarbeitet als ein Witchboard, welches häufig auf fester Pappe gedruckt daherkommt.
Der Talking Table wird, ebenso wie das Witchboard, dazu genutzt um Kontakt mit Verstorbenen oder → Geistern herzustellen…
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